Unbetitelt
Ein herzliches Gruessgott aus Bangkok

Die ersten Tage sind rum und haben deutlich mehr an den Kraeften gezehrt als wir uns das vorgestellt hatten. Entspannung liegt also eher noch vor uns. Das liegt an verschiedenen Faktoren: zum einen drueckt hier ganztags eine ganz schoene Hitze auf einen herunter dass man denkt man waere beim finnischen Volkssport, zum anderen ist das Staedtchen doch recht ordentlich belebt und bietet so einiges - nur nicht unbedingt die ersehnten Gruenflaechen um zwischendurch mal die Haxen lang zu machen.

Das machen indes die hiesigen Metzger mit allem Gelaeuf, das mal ein Tier getragen hat. Die “Kueche” wartet mit allen denkbaren, vor allem aber unvorstellbaren bis undefinierbaren Delikatessen auf. Ich dachte immer, ich koennte alles essen, natuerlich nicht nur figuerlich, ich habe mich geirrt. Und doch, toi toi, haben unsere ollen Maegen dem Klebereis mit Kokosmilch und gut salzigen schwarzen Bohnen erst mal standgehalten…

Interessant ist, dass hier um sieben schon die Sonne untergeht und man so ab acht das Gefuehl verinnerlicht hat, es waere mitten in der Nacht. Macht nix, gestern Khao San Road, heute Chinatown - und alles grellfunkelnd und hellstrahlend. Einladungen zum Pingpong wurden mangels Schlaegern erstmal vertagt. Das erste echte Strassenabendessen fand, den Urlaub thematisch einrahmend, in einer improvisierten Latino-Bar en rue statt: wir haben uns fuer Pad Gai und gegen den Cocktaileimer entschieden. Man will ja nicht gleich dem Fass den Boden ausschlagen…

Transportmaessig haben wir eigentlich in den ersten beiden Tagen schon alles durchprobiert: Taxi, Skytrain, Tuk-Tuk, Schiff und Metro halfen aus, wo unsere besten Stuecke, birkenbestockte Pedes, nicht mehr trugen.

Nachdem wir uns also heute, nach einem Tag Verlaengerung im Hostel, festgelegt haben, wie es weiter gehen soll, koennen wir vermelden: wir sind dann mal reif fuer die Insel und schlagen uns gleich morgen frueh entgegen “sehr guter Angebote” zum gemeinen Volk in den Reisebus und schnuppern Seeluft in Koh Samet. Klar, ist erst mal nur die Wohnzimmerinsel der Bangkoker, aber vom Trubel der Stadt wollen wir doch erstmal raus. Interessant: unsere gebuchten Busplaetze sind die gleich am Einstieg - wir sind gewarnt und klammern uns ans Hab und Gut.

Update aus dem Reisebus: Alles spitze soweit. 3,5 Stunden Fahrt bei guter Klimatisierung fuer beide zum Preis einer MVV-Tageskarte - Kekschen und Wasser inklusive. Und endlich Wald und Felder, Huegel, Palmen, rostige Lauben und goldener Goetterprunk. Und das erste Tier der Reise erweist sich als Nuetzliches: das samtweiche Nackenhoernchen.

Nachtrag: Internettechnisch bedingt ist der Eintrag nur noch bedingt frisch wie ein Huehnerfuss vom Strassenimbiss - wir berichten in Kuerze aus dem wunderschoenen Koh Samet und unserem aktuellen Standort, der Naga Bar.

PS: Wir wuerden auch gerne ein ue, oder ein oe kaufen aber das Leben ist kein Gluecksrad…

Tschuess

Vani und Max